Presse

25. Februar 2012

Laden "Scottish Things" Schottenrock und Schafsinnerei

 Von Nikolas Sohn
Karos und alle möglichen Farben: Kilts von der Stange.  Foto: Sascha Rheker

Das „Scottish Things“ versorgt seit sieben Jahren die Highlander-Fangemeinde

Vom Tragekomfort her fühlt Mann sich einzigartig – der Kilt gibt Beinfreiheit ohne Ende. Einmalig ist auch der Laden mit „Scottish Things“ an der Großauheimer Hauptstraße. Inmitten vieler kleiner Geschäfte mit eher herkömmlichem Angebot befindet sich ein Dorado für Schottland-Fans. Einige Kunden verlassen den Laden von Ludwina Helfert sogar direkt in der traditionellen Männerkleidung. Über sieben Jahre ist das Geschäft gewachsen, keine Eintagsfliege also. „Zu Beginn habe ich eine Handvoll Kilts in kürzester Zeit bei deutschen Highland-Games verkauft“, schwärmt die Inhaberin rückblickend. Daraus entstand die Idee, nebenbei zu verkaufen. Die aus Schottland importierten Waren wurden in einer Gartenhütte zwischengelagert, später in den Räumen des jetzigen Geschäfts. „Die Nachfrage steigerte sich mit der Zeit so sehr, dass ich aus dem Depot das jetzige Geschäft aufgebaut habe.“

Wiesengrüne Wände

Im Ladeninneren mit weißen Stuckdecken sind die Wände teils grün gestrichen. „Wie die Wiesen der Highlands“, so Helfert. Sie ist mit einem Schotten verheiratet, dessen Vorfahren wiederum aus Deutschland stammen. Im Umkreis von 300 Kilometern betreibt sie das einzige Geschäft dieser Art. Die tüchtige Geschäftsfrau verkauft alles, was das Herz des Schottland-Liebhabers höher schlagen lässt.

Für feierliche Anlässe wie Highland-Games kann sich der Fan mit der kompletten Schotten-Kluft ausstatten: spezielle, längliche Lederschuhe, die Gilliebroughes; dazu ein weißes Hemd, das Gilli-Shirt, mit dem Gürtelset Belt and Buckle; eine kleine Gürteltasche namens Sporran ist für Kleinkram gedacht; der Pin, eine reichverzierte Klammer, sichert den bis zum Knie reichenden Kilt.

Für ein Exemplar aus industrieller Produktion muss der Kunde rund 50 Euro hinblättern. Handgefertigt kostet es rund ein Siebenfaches. In beiden Fällen besteht der Tartan – der Stoff – aus Wolle. Strümpfe, die Kilt Hose, halten das untere Bein warm. Mindestens 200 Euro muss der Kunde für diese Grundausstattung berappen.Vor kurzem hat die Inhaberin umgeräumt, Regale verschoben, um mehr Bewegungsfreiheit für ihre Kunden zu schaffen. Sie sei gut vernetzt – ein Muss in dieser Branche. So macht sie ein gutes Drittel ihres Umsatzes über das Internet. Ihre Kunden kämen aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Für die Highland-Games in Rüsselsheim und Xanten versorgen sich komplette Mannschaften und die Dudelsack spielenden Pipe-Bands bei ihr. Da, wo Baumstämme und andere Schwergewichte geworfen werden, ist das Tragen eines Kilts für die Teilnehmer selbstverständlich. Ein Kunde, der sich zeitgleich im Laden befindet, kann sich dem Charme der schottischen Kultur nicht entziehen. Er verlässt das Geschäft mit einer Dose „Premium Haggis“, dem unter anderem aus Schafsinnereien bestehenden schottischen Nationalgericht.

Scottish Things, Hauptstraße, Hanau-Großauheim, dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr, Telefon 06181/4289595, Internet-Adresse: www.scottish-things.de

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